Schneekisten
| Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten, tja, jetzt hat es also wieder geschneit und ist zapfig geworden. Wir sind ja mehr schon so auf Frühling eingestellt und dass endlich die Saison startet und alles gscheit wächst. Aber okay, Kommando rückwärts. Zum Gemüsegärtnern gehören nunmal Demut und Geduld und die Unverfügbarkeit. Zu euch gehört die morgen evtl auch, weil je nach Temperaturen können wir für euch Salate ernten oder nicht. Wahrscheinlich taut es bis Mittag ausreichend auf und wir können noch fix Feldsalat, Postelein und Asiasalate ernten, aber vielleicht auch nicht und dann geht gar nichts. Die Salate im Folientunnel sehen zwar auch gefroren wunderhübsch aus (s. Foto vom aktuellen Feldsalat-Postelein-Arrangement), aber in der Kiste hättet ihr nur noch grünen Matsch. Wir haben heute noch die Salatreihen mit Vlies abgedeckt. Damit können wir ihn ein bis zwei Grad wärmer halten, aber viel hängt auch immer von der Sonne ab. Wenn die auf den Tunnel scheint, wärmt es sich innen einfach ratz fatz auf, wenn sie nicht scheint, chancenlos. Aber Optimismus muss man ja in diesen Zeiten auch üben, also versuchen wir das doch mal. Und: wenn ihr morgen Feldsalat bekommt, ist alles „Unkraut„, was evtl dabei, einfach junger Postelein, heißt -> mitessen! |

| Bei der Suche nach Kistenfüllung sind uns die Trockenbohnen, die seit dem Herbst im Folientunnel hängen, begegnet. Der Anbau und die Ernte haben die ja tiptop geklappt. Es sind voll schöne schwarze Bohnenkerne geworden. Blöd ist nur, dass wir jetzt eigentlich so eine alte Dreschmaschine bräuchten, um die Kerne vom Rest zu trennen. Wenn wir solche Wünsche dem Altbauern gegenüber äußern, wird der gleich nervös: „des allde Gschlamp, blouß ned“. Ne Alternative dazu fällt ihm aber auch nicht ein. Also haben wir heute welche mit der Hand gedroschen. Leere Schubkarre, Bündel Bohnen und an den Rand gehauen und aufgerebelt. Da fliegen Staub, Dreck und Brösel um einen herum, aber es funktioniert schon. Dauert nur ewig. Am Ende hat man staubige Bohnen, die man aber gut aussieben kann. Dann hat man staubfreie Bohnen, aber immer noch welche dabei, die nicht gut sind. In den professionellen Reinigungen werden die mit Fotodetektoren und Laser rausgeschossen. Früher hat man das halt mit den Händen und den Augen gemacht. Der Altbauer: „ja, des muast sowiesu machen“. Aha. Na dann. Haben wir es sowiesu gemacht. Weil es echt viel Arbeit ist, haben wir es heute nur für einen Teil von euch geschafft. Es gibt aber noch genug Bohnen für alle und wir hoffen, wir kriegen das die Tage noch hin. Der Altbauer hat auch noch nen Kumpel angerufen, dessen Cousin einen Bruder hat, dessen Neffe einen Sohn hat, der in einen Hof eingeheiratet hat, wo der Schwager eventuell sowas wie Bohnen dreschen kann. Oder so ähnlich. Wir halten euch auf dem Laufenden… Die Trockenbohnen müsst ihr vor dem Kochen waschen und 12 Stunden kalt einweichen. Einige Böhnchen haben noch so eine weißliche Schicht rum, die ist unschädlich. Beim Waschen schwimmen nicht gute Bohnen eh oben auf und sonst schaut sie bitte nochmal durch und sortiert aus, was euch nicht gefällt. |
| In der Erntekiste Chinakohl, Knollensellerie, Kartoffeln, Feldsalat und Poooostlein. In den großen Kisten zusätzlich: Asiasalat und Trockenbohnen. Die HappyHennen liefern fleißig an alle Patinnen und Paten. |
| Gebackener Sellerie mit Kartoffelpüree 1kg Kartoffeln1 KnollensellerieThymian2 EL Olivenöl2 TL HonigSalzPetersilie, frisch2 EL Kapern1 Bio Zitronen4 EL Haselnusskerne, ganz200 ml Milch80 g ButterMuskatnuss Backofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln. In einem Topf mit Salzwasser bedeckt aufkochen und ca. 25 Min. garen. Sellerie schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zu Kartoffeln in den Topf geben und ca. 5 Min mitgaren. Anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen. Sellerie auf einem Backblech mit Backpapier verteilen. Thymian waschen, trocken schütteln und mit auf das Backblech geben. Mit 1 EL Olivenöl und 1 T L Honig beträufeln. Sellerie salzen und im Ofen ca. 10–15 Min. goldbraun rösten. Währrenddessen Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Kapern ebenfalls grob hacken. Zitrone heiß waschen, etwa 1 TL Schale abreiben, halbieren und Saft auspressen. Eine Pfanne auf hoher Stufe erhitzen. Haselnüsse darin ca. 3 Min. goldbraun rösten. Haselnüsse grob hacken. In einer Schüssel Kräuter, Kapern, Zitronenschale, Haselnüsse mit 1 EL Zitronensaft, 1 EL Olivenöl, 1 TL Honig, Salz und Pfeffer vermengen. Kartoffeln mithilfe des Deckels abgießen. Milch und Butter zugeben. Mit einem Handrührgerät mit Knethacken zu einem cremigen Püree vermengen. Mit Salz und Muskat abschmecken. Gebackener Sellerie aus dem Ofen nehmen. Mit cremigen Kartoffelpüree und Kräuter-Topping servieren. |

