neue Bewohner Am Hof

Kaspar, Melchior und Balthasar sind bei uns im Sommer da!

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,
am Hof sind wieder neue Tiere eingezogen: Kaspar, Melchior und Balthasar ersetzen den vom Fuchs verschleppten Wunibald. Vermutlich sind es eher Kaspara, Melchior und Balthasara, aber weil wir sie weder unterscheiden noch ihr Geschlecht erkennen können, sind sie erstmal die drei Heiligen. Vermutlich waren die Drei Heiligen aus dem Morgenland ja auch Frauen, die aber aus patriarchalen Gründen männlich gelesen und benannt wurden 😉 Jedenfalls kommen die drei nicht aus dem Orient, sondern aus Bad Windsheim und mit denen wollen wir mehr Gänse machen, u.a. als Fuchsreserve und weil diese Fränkischen Landgänse nicht nur vom Fuchs, sondern auch vom Menschen bedroht sind und auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen stehen, ist die Erhaltung dieser Tiere eh total wichtig. Es sind ja nicht nur Sibirische Tiger, Pandas, Eisbären, Insekten und Lurche gefährdet, sondern auch viele alte Nutztierrassen, die den Menschen Jahrhunderte zu Diensten waren und unsere Kulturlandschaft geprägt haben. Die drei Heiligen sind wirklich goldig und machen so pieppieppiep wie Hühnerküken. Noch sind sie sehr schreckhaft und nicht an uns gewöhnt, aber das wird schon noch. Der Altbauer unterhält sich mehrmals täglich mit ihnen, auch wenn auf Platz eins seiner täglichen Kommunikation sein „Giger“ steht. Der Giger ist der Hahn im Hühnermobil und wenn der Altbauer nebenan in seiner Holzhalle am Holz rumholzt, dann unterhalten sich die zwei immer. Manchmal stört dann der „Goanser“,  also Theobald, die Kommunikation bzw. wird die Kommunikation auf ihn erweitert. Es ist ein richtiges Schauspiel irgendwie, eine Männerfreundschaft. Wenn der Altbauer mal stirbt, werden wir einen Kranz auf sein Grab legen mit der Aufschrift „Wir vermissen Dich – Dein Giger und Goanser“. Aber bis dahin ist ja hoffentlich noch viel Zeit und die drei können sich bestimmt noch viel unterhalten.
Wer die drei kleinen Heiligen kennenlernen möchte, kann sie besuchen gehen. Sie wohnen aktuell in einem eigenen Stall bei den Erdbeeren oben, neben den Hähnen. Wenn sie größer sind und mit uns vertrauter, dürfen sie zu Theobald in das Hühnermobil. Theobald hält sich recht tapfer bei den Hühnern und hat ja den Altbauern, aber über Gänseverstärkung freut er sich hoffentlich. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir jetzt mehr Gänse haben und nächste Jahr hoffentlich Gänseküken bei uns am Hof begrüßen dürfen!
neue Bewohner Am Hof
In der Erntekiste
Zucchini, Puffbohnen, Mangold, Oregano oder Basilikum, Brokkoli oder Blumenkohl und Salat. 

In den großen Kisten zusätzlich: erste Gurken und Romanasalat.

Die HappyHennen haben Lieferpause.
Heute haben wir die Ackerbohnen abgeerntet. So wie auf dem Foto sehen die ganzen Pflanzen aus, wenn man sie zu Bergen auftürmt. Ihr bekommt morgen nur die Schoten und das ist nur möglich, weil eine fleißige Ernteteilerin heute viele Stunden da war und eine um die andere abgepfückt hat. Vielen Dank dafür! Ihr müsst jetzt morgen nur noch die Schoten öffnen und die Bohnenkerne rausfummeln und  verzehren. Man kann die roh essen oder blanchieren und Salat draus machen oder kochen. Die Ägypter machen Ful, eine Art Hummus aus den Puff- oder Favabohnen oder einen speziellen Bohneneintopf, die Griechen machen auch eine Art Hummus draus und die Spanier essen die mit Schinken. Nach dem Blanchieren muss man gucken, ob man die nochmal aus der Schale rauspulen will oder ob sie auch mit der Schale zart genug sind. Wir essen sie meistens mit der Schale, aber man kann auch nur den Kern vom Kern essen. Die sind als Hülsenfrüchte super gesund für uns und auch echt sättigend. Das Rezept mit Schinken findet ihr unten, weil das ist sehr, sehr lecker! 
Habas a Jamon
zwei große handvoll frische Saubohnen
100 g Serrano-Schinken (gewürfelt)
1 Schalotte oder kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl50 ml Weißwein (oder Gemüsebrühe)
Etwas frische Minze oder Petersilie oder Basilikum oder Oregano
Bohnen auslösen: Die Bohnen aus den dicken Schoten palen. 
Blanchieren: Die Bohnenkerne in kochendem Salzwasser ca. 2 bis 4 Minuten blanchieren. Danach direkt in Eiswasser abschrecken – so behalten sie ihre leuchtend grüne Farbe. 
Häuten: Die graue, zähe Haut um die Bohnenkerne vorsichtig mit den Fingern aufdrücken und die leuchtend grünen Kerne herausdrücken. Wenn sie zart genug sind, kann man diesen Schritt auch lassen
Anbraten: Schalotte, Knoblauch und Schinkenwürfel in einer Pfanne im Olivenöl bei mittlerer Hitze anschwitzen. 
Schmoren: Die enthäuteten Bohnen hinzugeben, mit Weißwein oder Brühe ablöschen und für ca. 5 bis 8 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.
Würzen: Mit frischen Kräutern (Minze passt hervorragend zu Saubohnen) und etwas Pfeffer abschmecken.