Ernteteilerkind mit Küken

Erdbeeren und Friedrich

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,
Unten auf dem Foto seht ihr Friedrich und ein Ernteteilerkind. Friedrich ist eine Woche früher geschlüpft als seine Geschwister. Wir können uns das eigentlich nicht erklären, weil die ja in diesem Brutautomaten nun wirklich alle die exakt gleichen Bedingungen haben. Natürlich sind die Eier nicht gleichzeitig gelegt worden (von einer unser fuchstoten Enten…), aber die Uhr tickt eigentlich erst, wenn mit dem Brüten begonnen wird. Naja, wie auch immer, es hat auf einmal aus dem Brutautomaten gezwitschert und zack war Friedrich da. Friedrich kann natürlich auch eine Friedericke sein, weil das kann man bei den Enten so ganz sicher erst mit ca 7 Wochen sehen, aber für uns sah er erstmal wie ein Friedrich aus. Wir hatten Angst, dass er vielleicht wie ein Frühchen ist und schwach oder Sauerstoff braucht oder irgendwas, aber Friedrich war von Anfang an voller Energie und Lebenskraft. Er hat erstmal sein gekochtes Ei mit Brennessel und Bierhefe gemapft und nach Entenart das ganze Wasser rausgeschlampert. Sein einziges Problem waren so Spreizbeinchen, wie sie häufiger bei Geflügel vorkommen. Die Tiere können dann nicht richtig stehen, weil ein Bein immer seitlich wegrutscht. Aber das ist nicht so schlimm, man klebt die Beine einfach in passendem Abstand mit einem Tape zusammen und nach paar Tagen können die einwandfrei ohne Tape laufen. Bei den Hühner geht das echt ruckzuck, bei den Enten kommt uns vor, dauert es etwas länger, aber es wird auch. Weil wir aber ja am Wochenende nicht da waren (wir berichten noch), haben wir Pflegeeltern für Friedrich suchen müssen. Zu den älteren Enten wollten wir ihn nicht dazutun und außerdem braucht er noch eine Wärmeplatte, sonst kühlt er aus. Wir haben eine Ernteteilerfamilie mit zwei Kindergartenkindern gefragt und die waren gleich Feuer und Flamme. Friedrich ist also kindgerecht betreut worden, zB auf einem Trampolin, wie ihr unten auf dem Foto sehen könnt. Er durfte überall dabei sein und hat viel Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, wofür wir sehr dankbar sind! Heute ist Friedrich wieder auf den Hof umgezogen und wird morgen mit seinen jüngeren Geschwistern vergesellschaftet. Wir hoffen, es ist noch nicht zu spät und er kann sich auch noch an ein Entenleben ohne Trampolin und ohne innige Kinderliebe gewöhnen, aber heute hat er erstmal einen sehr entigen Eindruck gemacht. Süß sind die einfach, diese kleinen Entlein!


Und dann ist ab morgen die Erdbeersaison eröffnet. Wenn es morgen früh nicht gerade in Strömen regnet, pflücken wir die ersten Erdbeeren für euch gratis in die Kisten rein. Falls es doch regnet, bekommt ihr die Erdbeeren nächste Woche. Wer für nächste Woche eine größere Menge extra bestellen möchte, kann uns schreiben (eine 500g-Schale kostet 6€). Das geht aber nur, wenn es nächste Woche nicht 35 Grad hat, weil wenn es so heiß ist, können wir die weder pflücken noch so liefern, dass es nicht nur Mus ist. Wem das zu unsicher ist, der kann einfach irgendwann auf den Hof kommen und sich selbst so viel pflücken wie er möchte. Bitte bringt einfach eine gewogene Schüssel mit und schreibt uns hinterher, wieviel ihr gepflückt habt. Die Erdbeeren sind ganz oben auf dem Gelände, hinter dieser großen Baumreihe gegenüber von den Hähnen. Einfach zwischen dem Kinderhaus und dem Hof-Depot die Treppen hochgehen und dann immer den Weg entlang nach oben, dann steht ihr irgendwann neben den Bienen und links davon sind die Erdbeeren. Der Selbstpflückerpreis ist 9€/kg. Unsere Erdbeeren sind überhaupt gar nicht mit irgendwas behandelt. Das erkennt man daran, dass es vereinzelte schimmlige Erdbeeren gibt. Wir würden mit unserem aktuellen Wissensstand nirgendwo Erdbeeren pflücken, wo keine schimmligen sind. Früher haben wir andersrum gedacht. Da wären wir wieder gefahren, wenn da einige schimmlige Beeren rumgehangen wären. Heute ist das für uns ein eindeutiges Zeichnen, dass nicht alle 7-10 Tage ein Fungizid rausgeblasen wird. Danach gibts ja gesetztlich vorgeschriebene „Stehzeiten“, also Zeiten, in denen dann nicht geerntet werden darf. Habt ihr schon mal eine geschlossene Selbsternteanlage gesehen? Wir eigentlich nicht und schimmlige Erdbeeren auch nicht… Naja, Erdbeeren gehören ja auch regelmäßig zu den Kulturen mit den meisten Pestizidrückstanden. Beim Verbraucher kommt das aber anscheinend irgendwie nicht an, weil sonst würde niemand mehr seine Kinder auf einem konventionellen Feld ungewaschene Erdbeeren essen lassen. Man müsste eher überlegen, Kindern oder Leuten mit schwachem Immunsystem den Zutritt zu verbieten. Klingt jetzt drastisch, aber stimmt eigentlich. In unserem Kopf ist so drin, dass Obst und Gemüse gesund sind, dass wir das ungesunde daran dann ausblenden und „Natürlichkeit“ mit „Unbedenklichkeit“ gleich setzen. Außerdem „machen das ja alle“ und „wenn es richtig schlimm wäre, dann wäre es doch verboten“. Ist ja immer dasselbe. Wissen allein steuert unser Verhalten kaum, wie beim Fliegen, beim Autofahren, etc…. Lange Rede kurzer Sinn: wenn ihr Erdbeeren essen oder einmachen wollt, dann kommt bitte auf den Hof und holt sie euch da. Pflückt nicht woanders (auch nicht beim Bio, weil der spritzt höchstwahrscheinlich mit Kupfer oder fragt ihn halt vorher) und kauft schon gar keine im Supermarkt. Ist einfach unsere Empfehlung und unser Angebot!
Ernteteilerkind mit Küken
In der Erntekiste
Frisch geerntete rote Riesenlauchzwiebel, Fenchel, Kartoffeln, Brokkoli oder Blumenkohl, Salat und Eeeeeeeeeerdbeeren.

In den großen Erntekisten zusätzlich: Basilikum

Die HappyHennen liefern an alle Patinnen und Paten.
Der Brokkoli auf dem Foto ist nicht welk, sondern der hat einen Phosphormangel, wie wir dank Ingrids Gemüsemeisterei jetzt wissen. Das ist aber ein rein optischer Defekt, den man einfach mitessen kann. Müsst ihr nicht rausschneiden oder so. Ist halt gescheckter Brokkoli 🙂
Brokoli
Brokkoli mit Mandel-Polenta

1 Brokkoli
500 ml Wasser
½ EL Salz
100 g Polenta
500 Milch, 3,5 %
1 Flocke Butter
1 EL Mandelmus
Muskatnuss, gerieben80 g Mandeln, gehackt und frisch geröstet
½ Zitrone
1 EL Mascarpone
Brokkoli vierteln und 4 Minuten ins kochende Salzwasser geben. Danach auf ein Blech legen, bisschen Vanillezucker und Olivenöl drauf und bei 180 Grad ca 10 Minuten in den Ofen geben. Zum Brokkoliwasser Milch, Butter, Mandelmuss und den Abrieb einer halben Zitrone geben. Aufkochen und die Polenta einrühren und kochen lassen, bis sie schön cremig ist. Dann den Löffel Mascarpone rein und abschmecken.Die halbe Zitrone filetieren und die Filets in Stücke schneiden. Zu den frisch gerösteten Mandeln geben. Dann Polenta auf den Teller, Brokkoli drauf und den Mandel-Zitronen-Mix drüber. Echt lecker!
erdbeeren selber ernten Am Hof