Die HappyHennen streiken

Die Hennen streiken

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,

Die HappyHennen streiken, deswegen nehmen morgen bitte nur die Paten Eier, die KEINE Erntekiste haben!
Morgen können wir bzw die HappyHennen euch leider nicht alle mit Eiern versorgen. Die letzten Jahre war´s ja so, dass wir immer wieder Eierüberschuss hatten und euch Extra-Eier in die Kisten tun konnten. Dieses Jahr siehts leider anders aus. Man muss ja eh sagen, dass die Idee eines Eier-Abos bisschen mit gleichbleibender Eierzahl bisschen hinkt, weil die Legeleistung einer Henne nun mal schwankt. Eigentlich müssten man wirklich eine Patenhenne und deren Eier markieren und dann immer ihre Eier an den Paten geben, so viele, wie sie halt legt. Aber wenn man mehr als zwei Hühner hält, ist das praktisch unmöglich und dank der industriellen Landwirtschaft dem Verbraucher von heute auch nicht mehr vermittelbar. Um euch eine gleichbleibende Eiermenge liefern zu können, halten wir mehr Hühner als wir Hühnerpaten haben. Überschüsse nehmen wir selbst, verkaufen wir an den Unverpacktladen Kleegrün in Fürth und geben sie als Extra an euch weiter. Dieses Jahr haben uns v.a. zwei Gegenbenheiten einen Strich durch unsere Rechnung gemacht: erstens, der scheiß Fuchs im Frühjahr, der zwischen 10 und 20 Hennen vernascht hat und zweitens die Hitze im Sommer, die v.a. die älteren Hennen mitgenommen hat und wir hatten mindestens zwei hitzetote Hennen zu beklagen. Um die Dezimierung auszugleichen haben wir versucht, mehr Hennen selbst nachzuziehen, und erst vor ein paar Wochen haben wir von einem bekannten Landwirt noch ein paar Hennen abgenommen, die er zuviel bestellt hatte. Das war einerseits schlau, andererseits hat es zu folgenden Problemen geführt: Die Haupthühnerherde im Hühnermobil hat in den letzten Wochen immer wieder neue Mitbewohner bekommen, eben die schrittweise aus unserer Nachzucht und dann die Zugekauften. Hühner haben wohl eine komplexe Herdenhierarchie, Stichwort Hackordnung, und brauchen ihre Energie dann dafür und nicht zum Eierlegen. Außerdem sind die Hühner, die wir da übernommen haben, sogenannte Lohmanns. Wenn ihr in irgendeinem Hühnermobil in Deutschland, wurscht ob bio oder konventionell, nur braune Hühner seht, dann ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich 100%, dass das Lohmanns sind. Das ist DIE Hochleistungslegerasse in Europa. Wenn der die nicht im Überschuss gehabt hätte, hätten wir die 20 nicht genommen, aber so war das grad zum richtigen Zeitpunkt – so dachten wir zumindest – und die waren schon legereif. Wenn man sonst Hühner zukauft, sind das Junghennen, und es dauert noch, bis die legen. Jedenfalls sind diese Lohmanns zu unserer Überraschung wirklich pfiffig und frech unterwegs. Die rasen zuerst zum Futter und sind richtig aufgeweckt. Halt durch und durch Hochleistungsportlerinnen. Leider haben wir keine passendes Hochleistungsambiente für die. Das Bio-Zweinutzungshuhnfutter, dass wir füttern, hat zu wenig Eiweiß für die und sie brauchen offensichtlich echt Zeit um anzukommen. Und für die anderen HappyHennen ist es wohl noch anstrengender, sich mit denen zu arrangieren und eine Herde zu werden. Wir müssen jetzt mal schauen, wie sich das entwickelt. Eventuell war das mit Lohmanns eine Schnapsidee, aber mei, hinterher ist man immer gescheiter. Aber vielleicht arrangieren die sich auch alle und beenden den Streik. Wir tun unser möglichstes dazu und schauen, wie wir die Lohmanns noch besser bei uns ankommen lassen können. Um das Defizit irgendwie gerecht zu teilen, haben wir für morgen entschieden, dass nur die Hühnerpaten Eier bekommen, die keine Erntekiste haben. Eben weil wir in den letzen Jahren immer wieder Extra-Eier in den Kisten hatten, aber die Nur-Hühnerpaten davon weniger proftiert hatten. Die Alternative wäre jetzt gewesen Eier zuzukaufen. Das ist auch üblich und unter Landwirten kommt man auch an ungestempelte Eier…, aber das wollten wir nicht. Außerdem schmecken die ja auch anders, bringt nichts. Wir hoffen, dass es in zwei Wochen wieder anders aussieht und ihr alle wieder Eier bekommen und wir das Defizit nach und nach wieder ausgleichen können und danken euch für euer Verständnis! 
Die HappyHennen streiken
In der Erntekiste
Karotten, Endiviensalat, Stangen- oder Knollensellerie, paar Lauchzwiebeln, letzte Tomate(n).

In den großen Kisten zusätzlich: Radieschen und Blumenkohl.

Die HappyHennen liefern nur an Patinnen und Paten, die KEINE Erntekiste haben.
Auf diesem Foto seht ihr wie unser Folientunnel aktuell aussieht. Es hängen noch die allerletzten Tomaten und daneben sind schon die Winterpflanzungen drin, v.a. damit ihr schon zu Weihnachten den ersten Postelein haben könnt. Jetzt kommen immer wieder kalte Nächte und das Tageslicht wird weniger, sodass sich das Pflanzenwachstum verlangsamt und alles länger braucht als im Frühsommer. Jedes Jahr fällt uns auf, dass die samenfesten, bunten Sorten länger tragen als die Normalo-Tomaten. Die reißen wir immer zuerst raus und lassen die anderen noch ausreifen. Das seht ihr auch an dem Verhältnis von Normalo-Tomaten zu bunten Tomaten in euer Kiste. Das hat sich in den letzten Wochen ja auch verändert. Obwohl wir von der Anzahl her viel weniger Normalo-Tomaten haben, sind die in der Hochzeit sehr ertragreich, nehmen dann aber schnell ab. Die Mischung macht´s also 🙂
Folientunnel in der Alawi
Warmer Endiviensalat

Endiviensalat
2 Zwiebeln
150 g Speck (Bacon)
2 Birnen
1 Zitrone
2 EL Crème fraîche
2 EL Butterschmalz
2 EL Butter
Salz, Zucker, Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Die Birnen schälen, in Spalten schneiden und dabei das Kerngehäuse entfernen.Anschließend die Birnenspalten in einer Pfanne mit aufschäumender Butter ringsum anbraten, mit je einer Prise Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Zucker bestreuen, kurz in der Butter karamellisieren lassen und vom Herd nehmen.Endiviensalat waschen, die äußeren Blätter entfernen, den Strunk großzügig entfernen und die Blätter in Streifen schneiden.Anschließend nochmals gut in einem Sieb abtropfen lassen.Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.Speck in Streifen oder Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze langsam in einer großen, beschichteten Pfanne mit etwas Butterschmalz auslassen. Die Zwiebelwürfel zugeben und glasig mit anschwitzen. Anschließend den Salat zugeben, kurz durchschwenken bis der Salat leicht zusammenfällt, die Crème fraîche zugeben und mit Abrieb und etwas Saft der Zitrone sowie gegebenenfalls nochmals einer Prise Salz abschmecken und vom Herd nehmen.Den cremigen Endiviensalat samt Speck und Zwiebeln auf Tellern anrichten und die karamellisierten Birnenspalten darauf verteilen. Dazu passen Pellkartoffeln.Wer vegetarisch isst, kann den Speck einfach durch Rauchmandeln ersetzen.
Es wird bald winter