Entenküken

Fuchsgrenze

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,
danke für eure vielen lieben Nachrichten zum Fuchstod unserer Enten und Hühner. Paar meinten auch, dass Helmut vom Fuchs geholt wurde, weil sich niemand vorstellen kann, dass ein Mensch einen Hahn und eine Henne klaut. Wir können uns das auch nicht vorstellen, aber an Helmut Stall waren null Einbruchsspuren und dass der Fuchs so schlau ist, dass er die Tür auf UND zu macht, das können wir uns noch weniger vorstellen, als dass ein Mensch Helmut geklaut hat. Aber wer weiß das schon… Jedenfalls hat uns eure Anteilnahme gut getan. Vielen Dank! Damit wir erstmal nicht weiter um Tiere trauen müssen, vor allem nicht um unsere Enteküken (s. Foto), haben wir mit vereinten Kräften so verzinkte Eisenteile im Boden versenkt, durch die der Fuchs nicht buddeln kann. Der Stall kommt drauf und hat dann keinen Zugang von unten. Menschen könnten natürlich weiter die Tür auf uns zu machen, aber was hilft schon gegen Menschen…? Bei den Hähnen haben wir noch einen Elektrozaun aufgestellt und den auch mit Strom beschickt und die Hühner sperren wir abends richtig ins Hühnermobil. Das ist denen eh wurst, weil die gehen immer freiwillig in ihr Mobil, wenn die Sonne untergeht. Hühner wollen nämlich nachts auf ihrer Stange schlafen und nicht draußen rumscharren. Die gehen also nicht raus, aber es ist halt normalerweise trotzdem offen und der Fuchs könnte rein. Jetzt nicht mehr! Und wenn der Fuchs so doof ist und zu Manfredi und Eloise rein geht, dann hilft eh alles nichts mehr. So ein Fuchs wiegt ja vielleicht so zwischen 5 und 10 kg. Eloise und Manfredi so um die 150 kg. Wir hoffen, dass ihn die bloße Masse schon ausreichend abschreckt. Eloise ist übrigens noch nicht trächtig, aber wir arbeiten weiter dran. Gut, dass sie noch keine Ferkel hatte, weil die würde der Fuchs wohl auch holen können…
Naja, man muss aufpassen, dass man nicht paranoid wird oder anfängt, den Fuchs zum „Täter“ zu machen und sich selbst zu „Verteidigern“ hochzuziehen. Problem → Gegner → Aufrüstung. Das ist wohl ein ziemlich menschliches Muster. Und eines, das noch nie besonders viel Gutes hervorgebracht hat. Der Fuchs ist Teil eines Systems und hat Bedürfnisse. Wir sind Teil desselben Systems und haben auch welche. Daraus entsteht kein Krieg, sondern eine Überschneidung. Und wenn sich Bedürfnisse überschneiden, gibt es keine Lösung ohne Verlust. 
Die Frage ist nur, ob man daraus einen Krieg macht – oder eine Grenze. 
Für uns heißt Grenze im Moment:
Wir schützen unsere Enten und Hühner so gut wie sinnvoll – aber ohne Fort Knox zu bauen. Und die zweite Grenze: dass wir dort aufhören, wo wir anfangen, den Fuchs zu bekämpfen oder ihn aus der Wut heraus ans Scheunentor nageln wollen… Vielleicht ist das der Unterschied. Dass man eine Grenze findet. Zwischen Verantwortung und Krieg. Verluste gehören dazu. Die Frage ist nur, ob man daran klüger wird – oder härter. Wir sind durch den Hof schon so viel klüger geworden, wir hoffen, dass gelingt uns in diesem Fall auch!

Wir wünschen euch schöne Pfingsttage bei herrlichem Wetter und schöne Ferien. Danke für eure Urlaubsspenden, die wir sinnvoll verwenden werden! In der Fronleichnamswoche werde wir alle Kisten schon am Mittwoch liefern, aber wir sagen es nächste Woche auch nochmal! 
In der ErntekisteFrisch geernteter letzter Lauch, Radieschen, schöner frischer Fenchel, Kartoffeln, Schnittlauch und Eichblatt- oder Bataviasalat.

Die HappyHennen haben Lieferpause.
Entenküken
Hier könnt ihr sehen, wie die Entenküken schon gewachsen sind. Das Foto ganz unten war ja von letzter Woche, dass da ist von heute. Schaut mal bei dem stehenden schwarzen Entlein die Beinchen an. Sieht doch aus, als hätte er Stiefel an, da wo das Gefieder aufhört und die glatte Haut beginnt, oder? Die entwickeln sich echt richtig gut, plantschen im Wasser und genießen die Sonne und die frische Luft. Zwei sind dabei mit orangen Schnabel, die dürfte es eigentlich nicht geben… Mal sehen, was aus denen so wird und ob sich wieder ein Stockenterich als Vater reingequetscht hat, so wie letztes Jahr….
Kalte Radieschensuppe mit Buttermilchein bund radieschen, vom grün und wurzel befreit und gewaschen
500 ml buttermilch
150 g creme fraiche
saft und abrieb einer halben biozitrone
2 TL ahornsirup, alternativ geht auch eine gute prise zucker
2 TL mittelscharfer senf
2 TL olivenöl
zum würzen: salz, frischer pfeffer, etwas körnige gemüsebrühe2 helle brötchen
olivenöl oder butterschmalz
zum würzen: fleur de sel & piment d´espelette (baskischer chili)die geputzten radieschen geviertelt mit der buttermilch in den mixer geben, gut verschließen und bei ansteigender power zu einer glatten flüssigkeit verarbeitendie creme fraiche, zitronensaft und – abrieb, ahornsirup, senf, olivenöl und gewürze zugeben und alles so lange mixen, bis eure kalte suppe die perfekte konsistenz und farbe hatfinal abschmecken und bis zum servieren kalt stellendie radieschensuppe in suppenschüsseln füllen, mit radieschenscheiben, frischen kräutern und den piment d’espelette croutons servierendie brötchen in feine scheiben schneiden, dann die scheiben in drei streifen schneiden und diese wiederum zu gewürfelten croutons verarbeitenolivenöl in einer pfanne erhitzen und die brotwürfel portionsweise goldbraun und knusprig anbratenzum schluss mit fleur de sel und piment d’espelette würzen (alternativ geht auch gemahlener chili)
Entenküken