Kastrationsprobleme
| Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten, also, wir haben uns jetzt erholt und können berichten. Eloise hat jetzt noch 7 Ferkelchen. Eins war über Nacht komplett verschollen und eines hat sie tatsächlich zertreten. Das haben wir am Morgen gefunden, mit eindeutigen Trittspuren und begraben. Man soll ja Tieren nicht Emotionen zuschreiben, wobei? Warum sollten unsere Vorgänger eigentlich keine Gefühle haben und wir plötzlich schon? Egal, wir hatten den Eindruck, dass Eloise auch getrauert hat um ihr Schweinchen. Sie lag den ganzen Tag in ihrem Nest und hatte nicht so recht Lust auf Unternehmungen. Aber mei, das war halt ein Unfall. Sie ist wirklich so vorsichtig und umsichtig, wenn sie sich hinlegt oder aufsteht, aber sie hat halt trotzdem über 120 kg und einen Zeppelin als Körper. Das ist ja auch der Grund, warum die Muttersauen in den Schweine-KZs gleich abgetrennt werden. Aber wenn man sieht, wie Eloise die ganze Zeit mit den Ferkeln kommuniziert, kann man das eigentlich nicht machen. In der Früh treibt sie jetzt immer alle raus aufs Klo. Die müssen dort hingehen, wo sie auch immer hingeht und nur dort dürfen sie hinmachen. Die ganze Zeit grunzt sie mit denen und wer nicht spurt, wird mit der Schnauze hingeschubbst. Das ist einfach SO goldig! Ihr müsst wirklich kommen und die mal anschauen. Jetzt sind sie ja schon bisschen größer und damit munterer und mehr unterwegs. Die spielen fangen, raffen, beißen sich gegenseitig in die Ohren und quiecken dann, schubbern ihre kleinen Hintern am Unterstand, versuchen schon Grünfutter zu fressen, wofür es einen Schubser gibt, und freuen sich einfach ihres Dasein.Nichtsdestotrotz sind von den Siebenlingen fünf Männchen. Männliche Ferkel werden in Deutschland ausnahmslos kastriert, die meisten mechanisch, einige auch chemisch. Der Grund ist, dass es wohl sein kann, dass das Fleisch sonst eine Art Uringeschmack bekommt. Wir haben versucht das genauer rauszufinden, also wie hoch ist denn wirklich die Wahrscheinlichkeit, dass man einen ausgewachsenen Eber nicht essen kann, aber wir sind nirgends fündig geworden. Der Altbauer behauptet in England werde kein Schwein kastriert, aber gut, Engländer essen auch Hammel… Jedenfalls ist es ja sinnlos Schweine großzuziehen, die man hinterher ins Katzenfutter tut, deswegen haben wir uns für die Kastration entschieden und die Tierärztin einbestellt. Eloise kennt uns ja alle und lässt uns auch in die Nähe der Ferkel, deswegen dachten wir, alles kein Problem. Wir fangen die Jungs rein, reichen sie der Tierärztin, die macht ne Vollnarkose und SchnippSchnapp und wir streicheln die so lange, bis sie wieder aus der Narkose aufgewacht sind und dann tun wir sie wieder zu Eloise rein. Tja, leider haben wir die Rechnung ohne unsere Schweinemama gemacht. Sobald man ein Ferkel aufhebt, quieckt es wie ein Schwein und Eloise stürmt los. 120kg im Schweinsgalopp sind lebensgefährlich und wir schnell wieder aus dem Gehege gehüpft. Dann hatten wir die grandiose Idee, ihr Nest so zu verbarrikadieren, dass sie nicht reinkommt, wir aber schon. Denkste. Wir das mit Paletten und Holz abgedichtet und dann ist Ingrid reingekrochen, hat ein Ferkel angehoben und quieckquieckquieck und zack war Eloise hinter dem Nest und hat sich wie ein Aal durch einen sehr schmalen Spalt gedrückt. Sie war dann direkt neben Ingrid unter dem Hänger und es hätte richtig schief gehen können. Aber weil Eloise ein nettes Schwein ist, ist sie nicht auf Ingrid los, sondern wollte nur zu ihren Ferkeln hin, so dass Ingrid heil rauskonnte. Wir hatten danach aber trotzdem einen Schock. Mein Gott, weil wir einfach keine Ahnung haben von den Tieren. Der Schweine-Altbauer auch nicht. Traurig alles. Jedenfalls haben wir das Vorhaben dann abgebrochen und uns alle erholt. Die Beziehung zwischen Ingrid und Eloise ist seither gestört. Eloise schnappt nach Ingrid, hat sie vorher nie gemacht. Wird bestimmt wieder werden, aber ist trotzdem blöd. Jetzt haben wir über Ebay in der Nähe von Berching eine 50 Jahre alte sogenannte Abferkelbucht erstanden. Das ist so eine Art Eisenkäfig auf einen Holzboden montiert, vorne ein Trog oder Barren, wie man das bei Schweinen nennte. Um zum gefüllten Barren zu kommen, muss Eloise in den Käfig rein und dann kann man hinten eine Klappe schließen und sie ist eingesperrt. Wenn man schnell ist… Der Altbauer übt das jetzt mit ihr. Weil sie klug ist, lernt sie schnell und geht jetzt schon tapfer rein. Aber sie schnallt auch, dass wir was im Schilde führen und ist immer wieder zögerlich. Wir planen den nächsten Kastrationsversuch erst in zwei Wochen und machen das dann nur, wenn sie da sicher reingeht und man zumachen kann, ohne dass sie ausrastet. So dumm, dass wir nicht klüger werden, sind wir dann doch nicht… Wahrscheinlich ist es für sie auch einfacher, wenn die Ferkel schon älter sind. Wir berichten wieder… |

| In der Erntekiste Zucchini, Gurken,Tomaten, Lauchzwiebeln, Salat, Fenchel und bisschen Basilikum. In den großen zusätzlich Eiszapfen. Die HappyHennen liefern fleißig an alle Patinnen und Paten. |
| Weil´s so schön ist noch mehr Schweinchenfotos: |


| Eiszapfensalat mit Birne und Walnüssen 1 Bund Eiszapfen 1 Birne 1 Handvoll Walnüsse 3 EL Traubenkernöl 2 EL Weißweinessig 1 EL Honig 1 TL Senf Saft einer halben Zitrone Salz und Pfeffer Vorbereiten: Eiszapfen waschen, schälen und in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden oder hobeln. Kräftig einsalzen und kurz ziehen lassen. Zutaten schneiden: Die Birne in kleine Würfel schneiden und die Walnüsse grob hacken. Flüssigkeit abgießen: Das ausgetretene Wasser der Eiszapfen abgießen. Eiszapfen mit Birnenstücken und Nüssen mischen. Dressing: Traubenkernöl, Weißweinessig, Honig, Senf, Zitronensaft sowie einen kleinen Schluck Wasser in einem Schraubglas kräftig schütteln. Mischen: Das Dressing über den Salat geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. |
