Gänse sind so wichtig für die Bodengesundheit in der Market garden wirtschaft

Kommando Quack Quack

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,
da jetzt dann wirklich wohl vielleicht der Frühling kommt, beginnen wir mit der Beetvorbereitungen und den ersten Pflanzungen und Aussaaten im Freiland. Letztes Jahr hat uns das Wetter schon drei Wochen früher rausgelassen, aber reicht jetzt auch noch. Wir haben die ersten Beete sehr oberflächlich gefräst, was bedeutet, dass man die oberste Schicht wie häckselt, damit die Unkräuter zerhackt werden. Im Boden ist ja was los, da gibts Wurzelatmung, Mikroorganismen arbeiten und organisches Material wird zersetzt. Dabei entsteht CO2, was normalerweise relativ langsam durch den Boden nach oben diffundiert. Wenn man den Boden auch nur oberfläch stört, dann werden die Bodenporen geöffnet und das CO2 entweicht schneller nach oben. Für viele Bodentiere ist erhöhtes CO₂ ein Stresssignal. Regenwürmer und Larven bewegen sich dann nach oben oder seitlich, um sauerstoffreichere Bereiche zu erreichen. Das heißt, dass nach der Bodenbearbeitung mehr Bodenlebewesen auf oder nur kurz unter der Oberfläche sind. Jetzt kommt unsere Pommerententruppe ins Spiel, das Quack Quack Kommando. Eigentlich sollte man in diesen Zeiten keine militärischen Analogien nutzen, aber weil die Enten wirklich immer so als quackende Truppe auftreten und sich wie eine Spezialeinheit verhalten, passt einfach nichts besseres… Die Enten lässt man jetzt aus ihrem Gehege raus und schwupps walzen die sich auf die Fläche. Dort durchsieben sie dann systematisch den Boden mit ihren Schnabellamellen. Besonders scharf sind sie auf Schneckeneier, Engerlinge und Drahtwurmlarven. Alles, was wir nicht im Boden haben wollen. Außerdem zertreten oder zerschnabeln sie nochmal die Bodenbrocken und düngen nebenbei. Es macht voll Spaß denen zuzuschauen und die Enten sind auch wirklich freundlich. Im Gegensatz zu den stinkstiefeligen Gänserichen… Und die Enten lassen sich auch sehr gut wieder zurücktreiben. Da muss man nur die Arme ausstrecken und wenn nicht gerade eine unerzogener Hund „mithilft“, gehen die Enten vor einem her zurück in ihren Bereich. Mal schauen, wie sich deren Beetbearbeitung dieses Jahr auf die Schneckenpopulation im Market Garden auswirkt. Blöd ist natürlich, dass man die Enten, sobald was gepflanzt ist, nicht mehr einfach auf die Flächen lassen kann, weil sie auch gerne Grünes fressen. Aber mal schauen, jetzt ist ja jahreszeitenbedingt gerade Larvenboom und wenn die da was wegfressen, wird die Population vielleicht echt kleiner. Das wäre richtig cool! Wir halten euch auf den Laufenden. 
Gänse sind so wichtig für die Bodengesundheit in der Market garden wirtschaft
In der Erntekiste
Letzter Chinakohl, frischer Lauch, Spinat mit kleinem Postelein gemischt,  Kartoffeln, Weißkraut, Karotten und Poooostlein.

Große Kisten: frischer Lauch und kleine Kopfsalate.

Die HappyHennen haben Lieferpause.
Morgen gibts Spinat für alle. Leider ist da auch schon wieder Postelein reingewachsen. Wir ernten alles zusammen und ihr könnt es auch alles wie Spinat verbrauchen. Postelein schmeckt uns fast noch besser als Spinat als der richtige Spinat. Der hat so einen mineralischen Touch. Und die Mischung von beiden ist auch richtig lecker. Wenn es euch zu wenig Menge ist, könnt ihr einfach noch mehr von dem Postelein, den wir als Salat für euch ernten, mit in euer Spinatgericht tun. Geht super. 
Leckerstes überbackenes Weißkraut

1 Kopf Weißkraut
2 Eßl Olivenöl
Salz, Pfeffer, Thymian
geräuchertes Paprikapulver
200 ml Sahne
1 große Zwiebel und/oder Lauch in Ringen
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 Tl Butter
1 Tl Zitronensaft
1 Tl Miso oder Hefeflocken
1/2 Tl Oregano  
Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kohl in 4-6 Spalten schneiden und in heißem Öl richtig scharf anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und geräuchtertem Paprikapulver würzen und in einen Auflaufform geben.Zwiebel und Knobi in Butter anbraten. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen, dann Sahne dazu, sowie die restlichen Gewürze und Miso. Alles mit dem Pürierstab oder im Mix pürieren.Die Soße über den Kohl gießen. Wer mag kann ihn noch mit geriebenen Käse bestreuen, aber geht auch sehr gut ohne. Dann mindestens 40 Minuten im Ofen bei Ober- und Unterhitze schmoren lassen, bis er wirklich butterweich ist.
Schmeckt super mit Kartoffelbrei!
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Spinat und Postelein aus dem Market garden