Unsere Lieblingsschweine im Winter

16.01.2026 Winterkisten und -kosten

Winterkisten und -kosten

Winterkisten und -kosten

Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten,
DAAANKE, dass ihr uns alle Brathähnchen abgenommen habt! Ihr seid toll! Das ist echt wichtig für uns, dass die von uns aufgezogenen Tiere bei euch auf dem Teller landen. Danke auch, dass ihr bereit seid sie zu einem fairen Preis mit uns zu tauschen. Aufgrund der Art und Weise, wie wir die Vögel aufgezogen, gefüttert und schlachten lassen haben, sind unsere Kosten einfach nicht mit Aldi oder auch nicht dem Bio-Supermärkten vergleichbar. Und: vom Geschmack natürlich auch nicht! Es ist einfach was anderes und sollte auch anders heißen, so wie unsere Tomaten oder Erdbeeren…

Jedenfalls kommen die Brathähnchen morgen mit eurem Namen beschriftet kistenweise in die Depots. Bitte nicht irgendeines nehmen, sondern nur das oder die, wo euer Namen draufsteht. Wer eine Erntekiste hat, schaut erstmal, ob da sein Vogel drin ist, und wenn nicht, dann ist er in einer Extra-Kiste. Morgen ist das Wetter ja draußen genauso wie im Kühlschrank, weswegen wir auf eine großartige Extrakühlung verzichten werden. Bitte holt einfach zeitig ab und wer sein Hähnchen nicht bis Sonntag verwertet, sollte es eh besser gleich einfrieren. Das schmälert die Qualität null, ganz sicher. Viel Freude damit! 

Übrigens: wer einen Hund hat und den „naturnah“ füttern möchte, soll sich mal bei uns melden. Wir hätten da eine besondere Art Leckerli zum Kauen abzugeben, wollen aber die Nicht-Hundehalter nicht verstören…
Auf dem Foto seht ihr die Alternative zum Wintergemüseanbau. Das Foto ist von Anfang Dezember, von Ingrids letzter Gemüseschulexkursion zu einem großen Betrieb in der Nähe.
Auf dem Foto seht ihr die Alternative zum Wintergemüseanbau. Das Foto ist von Anfang Dezember, von Ingrids letzter Gemüseschulexkursion zu einem großen Betrieb in der Nähe.
Wir haben es ausgewählt, weil wir wissen, dass die Winterkisten für viele/einige von euch eine Herausforderung sind. Vor allem, wenn es Frost hat, so wie letzte Woche, und wir wirklich gar nichts Frisches für euch ernten und reintun können und dann nur Lagergemüse kommt. Weil es uns so wichtig ist, nicht unnötig viel Ressourcen zu verbrauchen, haben wir kein Kühlhaus, dass alles Lagergemüse ständig auf 0 Grad runterkühlt, sondern nur ein paar Frostwächter, die verhindern, dass alles komplett einfriert. Das hat Folgen für die Optik und ist der Hauptgrund, warum selbst das Discounter-Gemüse durchwegs besser aussieht als unseres. Natürlich schmecken unsere Karotten besser, finden wir, selbst dann, wenn sie nicht mehr knack-knackig sind, aber die anderen sehen halt besser aus. Wir verstehen, dass man auch im Winter Gurken und Tomaten essen möchte und nicht immer nur Kohl, Kohlrabi und Rüben. Ist ja auch nicht verboten. Aber als kleiner landwirtschaftlicher Betrieb haben wir nur drei Möglichkeiten zu überleben. Entweder wir bauen das ganze Jahr ausschließlich Sommergemüse an und investieren dafür in eine Glaslandschaft alla Knoblauchsland mit entsprechendem Energieverbrauch (s.o.) oder wir machen die Sommerkisten so teuer, dass wir davon auch im Winter vor allem Löhne und Instandhaltungskosten zahlen könnten. Aber wer kauft eine Kiste zum doppelten Preis, vor allem um dann im Winter nichts zu kriegen? Macht ja keinen Sinn. Oder eben man setzte auf eine Ernteteilergemeinschaft, die das ganze Jahr mitträgt und in Kauf nimmt, dass Menge und Vielfalt übers Jahr einfach schwanken und es nicht immer das gleiche gibt. Also unser Modell quasi. Außerdem kann man Gurken und Tomaten überall kaufen. Eine ganzjährige, ehrliche Kiste, die im Winter nicht „so tut als ob Sommer wäre“, dagegen nicht. Am Ende bleibt es eine bewusste Entscheidung: Entweder man versucht, den Sommer künstlich durch den Winter zu ziehen – oder man akzeptiert, dass Landwirtschaft im Januar in unseren Breiten anders aussieht als im Juli. Wir haben uns für Letzteres entschieden, weil sonst könnten wir nicht so vielfältig sein, wie wir, die Natur und hoffentlich auch ihr es braucht!
 Postelein (\(Claytonia\ perfoliata\)), auch bekannt als Winterportulak oder Tellerkrau
In der Erntekiste: Weißkraut, Knollensellerie, Kartoffeln, Karotten und Poooostlein.


Die HappyHennen haben Lieferpause.
Stattdessen werden die Brathähnchen geliefert!
Ofen-Kohl

1 Zwiebel, fein gewüfelt
900g Weißkohl, in Streifen 
2 Eßl Senf
4 Eßl Tomatenmark
2 Tl Paprika edelsüß
1/4 Tl Kümmel
Salz, Pfeffer
200 ml Sahne
200 ml Brühe
Geschnittenes Weißkraut mit Zwiebeln, Brühe und etwas Öl mischen und auf einem Blech oder einer flachen Auflaufform für 30 Minuten zugedeckt bei 200 Grad Ober-Unterhitze schmoren.
Derweil die restlichen Zutaten zu einer Art Soße mischen. Nach den 30 Minuten die Soße mit dem Kohl vermengen und nochmal 30 Minuten ohne Abdeckung in den Ofen schieben. Schmeckt mit Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei wunderbar!
Unsere Lieblingsschweine im Winter

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